Weg von der (Fre)E-Mail

Mit der Zahlungsbereitschaft im Netz ist das ja so eine Sache. Egal ob es um journalistische Inhalte, Apps oder sonstige Dienste geht. Diskussionen über Freemium Apps und Paywalls gibt es immer wieder.
Speziell im Software-Bereich kann ich zumindest für meinen Teil sagen, dass ich sehr gerne für gut gemachte Apps und schön gestaltete Spiele Geld bezahle und die Entwickler gerne unterstütze. Warum auch nicht? Ich verzichte gerne auf den „Flappy Bird“ für den ich kein Geld bezahlen muss.

Für was ich (und wahrscheinlich ein Großteil der mir bekannten Menschen) bis jetzt noch nie bezahlt habe, obwohl es mittlerweile fast selbstverständlicher ist als ein Telefonanschluss, waren E-Mails. Seit der ersten E-Mail Adresse, die ich mir vor wahrscheinlich mehr als 15 Jahren zugelegt habe, war ich immer bei Freemail Anbietern unterwegs. Da ich mich in letzter Zeit etwas intensiver mit alternativen Lösungen wie der eigenen Cloud und der Messenger Geschichte beschäftigt habe, wollte ich mich auch ein bisschen nach entsprechenden E-Mail Angeboten umschauen.

Außerdem kann ich ja nicht ständig meinen Freunden und Bekannten erklären, dass ich eigentlich nicht über den Facebook-Messenger kommunizieren will und ob sie sich vielleicht nicht mal über Tracking, Cookies, NSA oder WhatsApp Alternativen informieren wollen und sie dann gleichzeitig über eine GMail Adresse fragen ob wir am Wochenende einen heben gehen.

Auf der Suche nach einem passenden E-Mail Anbieter, bin ich dann auf Posteo gestoßen.
Das kleine Berliner Unternehmen wirbt mit „grün, sicher, werbefrei“ und wirkt ganz sympathisch. Posteo gibt an, die gesamte Infrastruktur mit Öko-Strom von Greenpeace Energy zu betreiben. Wie viele kleine Mail Anbieter schneidet Posteo in Punkto Sicherheit besser ab als GMX, T-Online und Co. und verfügt über ein umfassendes Verschlüsselungskonzept.
Besonders interessant ist auch, dass das Postfach komplett anonym ohne die Angabe sämtlicher Daten eröffnet werden kann. Für 1 Euro monatlich bekommt man ein 2 GB Postfach mit Funktionen wie Kalender, Adressbuch etc. Bezahlen kann man übrigens auch komplett anonym.

Insgesamt finde ich ist Posteo einen seriös wirkender Anbieter mit interessanter Philosophie, den ich für die angebotene Leistung auch sehr gerne bezahle.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.